Anquatschversuch in HH-Bergedorf

Gegen 18.20 Uhr am Mittwoch (09.05.2012), wurde ein vermeintlicher Aktivist auf dem Nachhauseweg (Hamburg- Bergedorf) durch eine Angestellte des Verfassungsschutzes angequatscht.

Die Frau machte den Anschein, sich verlaufen zu haben oder den Weg nicht zu kennen. Der vermeintliche Aktivist hörte mit dem Telefonieren auf, um der Frau helfen zu können. Daraufhin sprach sie den vermeintlichen Aktivisten mit vollem Vor- und Nachnamen, mit folgenden Dialog an:

„Hallo Herr XY., ich habe trotz klingeln niemanden bei Ihnen Zuhause angetroffen, ich denke Sie wohnen ja noch Zuhause. Mein Name ist „Heike Meiko“ und ich komme vom Landesamt für Verfassungsschutz. Ich würde mich gerne mit ihnen unterhalten.“

Nach dieser Aussage von Frau Meiko, gab die angesprochene Person keinerlei Chance auf ein Gespräch und verließ den Ort. Was Frau Meiko mit einem Hinterrufen, „Ich hätte mich gerne mit Ihnen unterhalten.“ beantwortete.

Alter: ca. 40 Jahre
Weiblich
ca. 170 groß
Dunkelblondes/leicht rötliches Haar
Frau Heike Meiko

Macht Anquatschversuche öffentlich! Meldet sie der Roten Hilfen und warnt euer Umfeld!

Einführung in den Umgang mit dem Verfassungsschutz

Eigener Aufruf zum 1. Mai

1.Mai – Ab auf die Straßen und das Leben selbst in die Hand nehmen!

Viele kennen den 1. Mai nur noch als gesetzlichen Feiertag, einen freien Tag den der Staat uns zugesteht. Volksfeste und Saufgelage im Vordergrund, Demonstrationen werden in den Hintergrund gerückt und die Presse erschafft die Hetze gegen die Demonstrant_Innen, um die Feiernden am Ende des Tages zu bestätigen, dass sie das „Richtige“ – das Brave, gemacht haben und nicht, wie die Demonstrant_Innen, auf die Straße gingen um den hohen Herren in den Arsch zu treten.

„Steineschmeißer“, „Chaoten“ oder „Gewalttäter“ werden sie genannt.
Der kämpferische Ursprung und die mit ihm verbundenen Träume und Ziele der Arbeiter_Innenbewegung sind in Vergessenheit geraten. Doch dass diese sogenannten „Steineschmeißer“ heute wie damals für ein besseres Leben kämpfen interessiert kaum einen. „Das sind unsere Steuergelder, die sie verbraten!“ hört man nicht selten. Die Logik des Kapitalismus ist schon so stark in den Köpfen der Menschen verwurzelt. Eingeworfene Schaufensterscheiben und brennende Barrikaden oder Autos lassen die Menschen aufschreien, jedoch wenn Menschen nichts zum Essen haben oder in Kriegen sterben müssen, bleiben sie still. Ein zerstörter, jederzeit ersetzbarer Gegenstand wird dramatisiert – Ein Menschenleben, welches nicht ersetzbar ist, ist nicht erwähnenswert. Tränen für Luxus, aber nicht für das Leben… Das macht unsere heutige Gesellschaft aus.

Wir sollten aber anfangen diese Gesellschaft zu ändern, wir sollten anfangen aus der Passivität auszubrechen und wir sollten anfangen für etwas besseres als das Bestehende zu kämpfen. Für eine solidarische und herrschaftsfreie Welt. Eine Welt die wir selbst mit unseren Träumen, unserer Liebe und nach unseren Bedürfnissen formen werden!

Ein paar „Steineschmeißer“


Mit Feuer und Herz gegen jeden Staat! – Es lebe die Anarchie!

1. Mai – 18 Uhr – Hamburg Landungsbrücken – revolutionäre 1. Mai Demonstration

Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus 31. März 2012

Die anarchistische Gruppe Schwarzenbek unterstützt die Mobilisierung zum eu­ro­pa­weiten Ak­ti­onstag gegen den Ka­pi­ta­lismus am 31. März 2012.

Europa und die Europäische Union (EU) befinden sich im Ausnahmezustand. Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit dieser Katastrophenrhetorik werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die EU, ihre Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten setzen auf mehr “Wettbewerb” und einen brutalen Sparkurs, um das “Vertrauen” und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Genau damit aber bestätigen sie die destruktive Logik des Kapitalismus. Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von privatem Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

Die Krise hat System

Die kapitalistische Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte hat die Konkurrenz der Unternehmen und Standorten zugespitzt. Alle führenden Industriestaaten haben ihre Märkte umfassend dereguliert. Sie haben soziale Sicherheiten gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft, im Interesse eines möglichst ungehinderten kapitalistischen Wachstums. Doch selbst in Europa, auf der Sonnenseite dieses weltweiten Systems, wird unser Leben von Jahr zu Jahr unsicherer, und die soziale Spaltung nimmt zu. In den sogenannten “aufstrebenden Märkten” herrscht ohnehin eine permanente soziale Krise: Enteignung und skrupellose Ausbeutung mit staatlicher Rückendeckung, für ein nationales Wachstum, das nur Privilegierten zu Gute kommt. Die neoliberale Transformation der vergangenen Jahrzehnte hat auch die Finanzmärkte überkochen lassen. Ob DotCom-Boom, Immobilienfonds oder Derivatehandel – seit Jahren platzen die Spekulationsblasen, auf jeden Boom folgt ein Einbruch. Schuld daran sind nicht die vermeintliche Gier und Korruption einer kleinen Elite, wie viele glauben. Schuld ist die alltägliche Profitlogik, der wir alle unterworfen sind, ob wir wollen oder nicht.

Das EU-Regime knacken

2011 ist die europäische Schulden- und Währungskrise eskaliert. Einige Staaten stehen vor dem Bankrott, und gefährden damit den Euro. Vordergründig haben diese Staaten “über ihre Verhältnisse gelebt”. In Wahrheit haben auch sie nur versucht, über Schulden kapitalistisches Wachstum anzustoßen. Sie taten was alle tun, nur weniger erfolgreich. Ihre Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) und neue, milliardenschwere “Rettungsfonds” sind an rücksichtslose Auflagen gebunden. Eine europäische “Schuldenbremse” soll “die Märkte beruhigen”, natürlich zu Lasten von Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Menschen in Ausbildung. Private Profite werden dagegen nicht angetastet. Ähnlich ergeht es den ost- und südosteuropäischen Beitrittskandidaten, die von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu umfassenden Kürzungen und Privatisierungsprogrammen genötigt werden. All das soll das krisenträchtige Wettbewerbsregime der EU schützen, und natürlich die Ansprüche der dominanten Ökonomien Kerneuropas: Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs konnten ihre Interessen fast ungehindert durchsetzen, trotz eigener politischer Differenzen. Kein Zweifel, in vielen Ländern wurde heftig protestiert. Überall sind Basisinitiativen entstanden, um die eigene politische Ohnmacht zu überwinden. Doch bislang blieben selbst Massenstreiks erfolglos. Die großen nationalen Gewerkschaften stützten letztlich doch die Standortpolitik ihrer jeweiligen Staaten und forderten allenfalls soziale Trostpflaster. Es gab keine effektive gewerkschaftliche Solidarität über Landesgrenzen hinweg. Wenn sich daran etwas ändern soll, müssen wir selbst dafür sorgen.

Wir können das besser

Die europäische Krisenpolitik ist so spekulativ, wie es der Kapitalismus immer war. Denn schärferes Sparen gefährdet die ökonomische Stabilität genau so wie Wachstum auf Pump. Es gibt im Kapitalismus keinen sicheren Weg, nur permanentes Krisenmanagement. Sollen wir unser Leben dafür verschwenden? Besser wir kämpfen gemeinsam gegen das Diktat des Marktes, und organisieren uns endlich europaweit. Der Europäische Aktionstag am 31. März 2012 ist dafür ein erster Schritt. Gleichzeitige Demonstrationen in mehreren europäischen Staaten sind mehr als ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität. Sie sind schon jetzt Teil einer europaweiten Diskussion und Vernetzung. Wir laden alle emanzipatorischen Initiativen ein, diesen Prozess mit zu gestalten. Wir müssen uns außerhalb der staatstragenden Institutionen organisieren, und einen langen Atem haben. Die Krise verläuft in unseren Ländern sehr unterschiedlich. Aber wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Kapitalismus nicht retten, sondern überwinden. Wir widersetzen uns nationaler Interessenpolitik und nationalistischer Krisenideologie. Der Kampf gegen den fortgesetzten Abbau sozialer Sicherheiten und Rechte ist wichtig, aber unsere Perspektive muss weiter sein. Wir müssen die fatalen Zwänge des Kapitalismus und seiner politischen Institutionen brechen. “Echte Demokratie”, wie sie in vielen Protesten gefordert wird, das geht nur ohne Kapitalismus!

31. März 2012
14 Uhr – Hauptbahnhof Frankfurt/Main

weiteres auf: march31.net

(fast) Tausend Gründe für einen libertären Freiraum

Abgesehen von der Funktion als Schutzraum oder der politischen Informationsmöglichkeit, gibt es noch unzählige andere Gründe für einen Freiraum (in diesem Fall ein Infoladen) in Schwarzenbek und anderswo.

Allerdings fällt es schwer für uns, ein festes Bild von dem Infoladen zu malen, zumal dieser Ort nicht nur Teilen unserer Träume Raum ermöglichen, sondern auch Raum für andere Menschen bieten soll. Wir wollen mit diesem Projekt eine Plattform zur Verfügung stellen, in der sich Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Sexualität, ihrem Aussehen,… treffen, kennenlernen und Projekte planen und ausführen können. Diese Projekte müssten auf keinen Fall nur politisch sein, es könnten und sollten durchaus auch kulturelle und zwischenmenschliche Projekte sein. Schüler_Innen könnten sich zusammenschließen und eine Lerngruppe bilden, Computerbegeisterte könnten eine Computer AG gründen oder jemand möchte einen Poetry Slam veranstalten…

Diese Aufzählungen könnte man noch unbegrenzt fortsetzen, aber anstatt das zu machen, gehen wir dazu über, warum man für so etwas einen libertären (anarchistischen) Freiraum benötigt oder warum gerade wir einen solchen dafür anstreben.

Kultur durch Anarchie?

Sicherlich kann Kultur auch nicht-anarchistisch sein und sicher ist sie auch in einem begrenzten Rahmen möglich. Jedoch reichen uns und vielen anderen Menschen nicht die diktierten Grenzen. Es kommt nicht selten vor, dass man für seine Veranstaltung Geld nehmen muss, da man die Räumlichkeit mieten muss, obwohl man das gar nicht möchte. Das bedeutet wiederum, dass die Besucher_Innen auch Eintritt zahlen müssen, wodurch Menschen mit wenig oder gar keinen Geld meistens ausgeschlossen werden. Auch kommt es vor, dass Menschen kein Raum gegeben wird um ihr Projekt anfangen zu können, weil es statistisch gesehen oder vermutet wird, dass es nicht viele Interessenten haben wird.

Der Infoladen wird nur ein einziges Dogma haben. Und zwar: Der Infoladen wird ein anarchistisches Projekt sein und das auch bleiben. Das bedeutet nicht dass nur Anarchist_Innen erwünscht sind, sondern, dass Herrschaftsformen aller Art aufgezeigt, kritisiert und auch bekämpft werden. Herrschaftsformen sind z.B. Sexismus, Rassismus, Faschismus, Autoritarismus, Tierausbeutung, Antisemitismus,… auch diese Liste kann nahezu endlos weitergehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Diskriminierungen, Mobbing und „Führer_In spielen“ werden nicht geduldet.

Auch bedeutet es, dass der Infoladen durch ein Kollektiv selbstverwaltet wird. In diesem Kollektiv wird es keine Hierarchie, kein demokratisches Mehrheitsprinzip und keinen anderen Zwang geben. Es wird versucht jede Entscheidung gemeinsam mit den anderen (noch nicht) bestehenden Kollektiven/Gruppen (z.B. Computer AG) per Konsensfindung zu treffen.

Konflikte… Was nun?

Auch in einem anarchistischen Projekt wird es nicht durchgehend harmonisch sein und zu Konflikten kommen. Eine Schlägerei, ein sexistischer Übergriff oder sonstige Streitereien… Ein Konflikt kann eigentlich alles sein. Konflikte sollten autonom von Staat und Polizei gelöst werden. Dafür soll es eine Kommunikationsgruppe geben, welche als unparteiisches Organ zwischen den Betroffenen vermittelt, um den Konflikt so gut wie möglich zu lösen. Dies soll ohne autoritäre Strukturen passieren, die Gruppe soll also nicht zum_zur Henker_In oder Richter_In werden. Eine Lösung zu finden kann oft sehr schwer sein, vor allem wenn es um Sexismus geht. Was ist ein sexistischer Übergriff und ab wann ist es eine Vergewaltigung? Dafür gibt es keine Richtlinien und die Betroffenen entscheiden selbst, was es für sie war. Es nützt aber nichts, sich in einen fiktiven Fall zu vertiefen, da jeder Konflikt individuell sein wird. Stattdessen kann man sagen, dass jegliche Zusammenarbeit mit Staat und Polizei nicht erfolgen und auch nicht gutgeheißen wird. Es wird sich darum bemüht jeden Konflikt so gut wie irgend möglich zu lösen, psychisches Erste Hilfe zu leisten und gegebenenfalls an kompetente Psycholog_Innen weiter zu vermitteln oder dieses zu empfehlen.

Fazit und vergessenes

Der Infoladen wird so gut es geht, jedem Menschen kostenlos Raum bieten, solange diese keine Herrschaftsformen leben oder propagieren. Er wird auch Raum für Projekte bieten, woran vielleicht nur ein bis zwei Menschen arbeiten. Jedoch wird alles unkommerziell sein, für keine Veranstaltung wird Eintritt genommen. Höchstens wird mal eine Spendendose rumgehen.

Wie sich die einzelnen Projekte und Gruppen organisieren ist natürlich ihre eigene Sache. Solange keine hierarchischen Strukturen entstehen, kann jede Gruppe rumprobieren, welche Organisationsform die beste für sie ist. Der Infoladen wird dennoch als kollektiv selbstverwaltet und Entscheidungen werden per Konsensfindung getroffen.

Für einen Infoladen in Schwarzenbek!

- Infokollektiv Schwarzenbek

Quelle: ilsbk.blogsport.eu

Infokollektiv Schwarzenbek gegründet!

In Schwarzenbek hat sich ein libertäres Infokollektiv gegründet, welches das Ziel hat einen Infoladen zu eröffnen.

Für einen Infoladen in Schwarzenbek!

Gerade die Stadtgeschehnisse in der letzten Zeit, bestärken uns nur noch mehr in der Forderung nach einem Schutz/Freiraum im Kreis Hzgt. Lauenburg (S-H).
Nach dem Brandanschlag auf das Feuerschloss [1] nahmen die Naziaktivitäten in Schwarzenbek zunehmend ab, allerdings stiegen sie dafür im gesamten restlichen Kreisgebiet. Lange Zeit konnten Menschen mit Migrationshintergrund oder alternativ-aussehende Menschen durch die Stadt gehen, ohne einer Bedrohung durch Nazis ausgesetzt gewesen zu sein. Jedoch nehmen die Aktivitäten wieder verstärkt zu, welche sich vor allem durch vermehrte Aufkleber, Sprayereien und der Präsenz auf dem Rathausplatz und anderen Orten in der Stadt zeigt.
Im Vergleich zu den nationalbefreiten Zonen in Ratzeburg und Mölln, in denen es des öfteren zu körperlichen Angriffen kommt, sind diese glücklicherweise nicht so stark.
Doch nicht nur das Naziproblem ist Grund für einen Infoladen, sondern auch die Tatsache, dass es im Kreis keinen einzigen linken/anarchistischen Freiraum gibt.

Wir als ein libertäres Kollektiv aus dem Raum Hzgt. Lauenburg, haben uns zum Ziel gesetzt dem entgegen zuwirken. Wir wollen alle Herrschaftsformen wie z.B. Sexismus, Rassismus und Autoritarismus erkennbar machen, kritisieren und bekämpfen. Dazu wollen wir einen Schutz- und Freiraum vor eben solchen Unterdrückungsmechanismen schaffen, welcher auch Platz für außerparlamentarische und radikale Politik; die freie kulturelle Entfaltung und Selbstbestimmung bietet. Dieser Raum soll offen, für jeden Menschen zugänglich sein und ihnen die Möglichkeit geben diesen mitzugestalten.

- Infokollektiv Schwarzenbek

[1] Artikel zum Brandanschlag aufs “Feuerschloss” 2009