Für ein anarchistisches Zentrum!
Infotisch am 10. Dezember
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 01. Dezember 2011 veröffentlicht in Freiräume, Termine und Schwarzenbek.

Die Stadt Schwarzenbek ist mittlerweile mit 46,5 Mio. Euro die am meisten verschuldete Stadt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Die Regierung musste sich mittlerweile eingestehen, dass weitere Kürzungen nicht mehr möglich sind. Auch die neue Stadtkämmerin Ute Borchers-Seelig sprach davon: ‚Eine Stadt darf aber nicht kaputtgespart werden sondern muss lebens- und liebenswert bleiben, um auch für junge Leute und Familien attraktiv zu sein.‘ Sie suggerierte mit dieser Aussage, dass die Stadt bereits ein solcher Ort wäre. Was man, wenn man bewusst durch die Stadt geht und sich mit der verfehlten Stadtpolitik auseinandersetzt, nicht erkennen kann. Die Regierung kann noch darauf hoffen, dass die Investor_Innen ihr Handelsimperium und ihren Showroom im ehemaligen Aldi Markt errichten werden. Das Anlocken von Investor_Innen und Unternehmer_Innen wird das Problem höchstens auf kapitaler Ebene lösen. Es wird aber auch dafür sorgen, dass es eine Maximierung der sowieso schon konsumorientierten Stadtgestaltung geben wird, welche alternative kulturelle Möglichkeiten noch unwahrscheinlicher machen wird. Als Beispiel wäre der Jugendtreff zu nennen, welcher schon lange Thema in den lokalen Medien ist, u.A. da er wegen finanziellem Mangel seinen jetzigen Standort aufgeben und in die Compeschule umsiedeln muss. Selbst wenn der Jugendtreff eine städtische Einrichtung ist und somit nicht selbstverwaltet, ist es dennoch momentan eine der einzigen Einrichtungen für Jugendliche in Schwarzenbek.

Wir lehnen die Fremdbestimmung der Stadt und des Staates ab und kämpfen für ein autonomes und selbstverwaltetes Kulturzentrum. Ein Zentrum welches von seinen Nutzer_Innen als Kollektiv per Konsensentscheidungen verwaltet und belebt wird. Solch ein Zentrum würde den Nutzer_Innen die Möglichkeit bieten, sich abseits des konsumorientierten und durch hierarchische Zwänge diktierten Alltags zu begegnen und zu entfalten. Dies würde den Menschen ermöglichen, frei von Diskriminierung aufgrund von Sexualität, Geschlecht oder Herkunft, gemeinsam Projekte oder Veranstaltungen zu realisieren, die in einem profitorientierten System nicht umsetzbar sind.

Deswegen wird es am 10.12.11 einen Infotisch auf dem Ritter-Wulff-Platz geben. Jeder Mensch der sich über unsere Kämpfe für ein autonomes Zentrum informieren möchte, ist herzlich eingeladen dies zu tun. Außerdem wird es gegen 16 Uhr einen Redebeitrag zur aktuellen Situation geben

Ort: Schwarzenbek, Ritter-Wulff-Platz
Datum: 10.12.2011
Uhrzeit: 12:30 Uhr
Kontakt: agsbk@riseup.net


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