Schwarzenbek
AfD Infostand verhindern!
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 01. Juli 2016 veröffentlicht in Anarchie, Termine und Schwarzenbek.

Laut der Internetseite des AfD Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg, wird es morgen, am 2. Juli, einen Infostand in Schwarzenbek geben.

Anlass dafür ist, dass die AfDler*Innen ihr Parteiprogramm vorstellen wollen, in dem sie ihre kruden Ansichten niedergeschrieben haben. Die AfD positioniert sich gegen Homosexuelle, Trans*menschen und Feminist*Innen und akzeptiert kein Familienbild neben ihrem konservativen Vater, Mutter und Kind. Die Frauen haben sich um die Kinder zu kümmern, während die Männer für die Versorgung da sind. Sie will das Renteneintrittsalter erhöhen, glaubt nicht an den Klimawandel und setzt sich außerdem für ein Abtreibungsverbot ein. Mit ihren völkischen und rassistischen Ansichten unterstreichen sie noch weiter ihre ideologische Verwandtschaft zu Nazis, indem sie ihre Politik klar gegen Flucht und Migration ausrichtet und ein „reines“ Deutschland will.

Als Anarchist*Innen richten wir uns gegen jede Form der Autorität und somit auch gegen jeden Nationalismus. Für Faschist*Innen jeder Art kommt die Liebe zum eigenen Land einem Fanatismus gleich, welchen man auch bei religiösen Fundamentalist*Innen finden kann. Der Ausschluss von Ungläubigen/Unpatriotischen, das freiwillige unterwürfige Verhalten gegenüber Gott/dem Staat und sich gegen jegliche Entwicklung verwehren. Die Einen haben ein widerliches Frauenbild aus religiösen Gründen und die Anderen aus nicht weniger widerlichen deutschen traditionellen Gründen, somit einen sie sich gemeinsam in ihrer patriarchalen Weltanschauung, in der die Frau eine klar definierte Funktion besitzt.

Wir bekämpfen Faschist*Innen nicht aus einfachem Antifaschismus heraus, sondern aus der tiefsten Ablehnung jeglicher Herrschaft. Uns kommt es nicht in dem Sinn das demokratische System vor Faschist*Innen, ob von der NPD oder der AfD, zu schützen. Das System, ob in Deutschland oder in der EU ist nicht weniger menschenverachtend als das, wonach AfD und andere Nazis streben. Auf Druck von Nazis und Rassist*Innen übernehmen die Herrschenden ihren Kampf und schließen stellvertretend für den Mob auf der Straße die Grenzen und sorgen dafür, dass Flüchtlinge wieder gefährlichere Routen nehmen müssen und letztlich wieder im Mittelmeer ersaufen. Die AfD und ihre Anhänger*Innen wollen keine Geflüchteten aufnehmen, weil es „Fremde“ sind, die Herrschenden wollen keine Geflüchteten aufnehmen, weil wenn sie zu viele aufnehmen würden, dann gäbe es keine „Südländer*Innen“ mehr, welche für den Erhalt Europas Luxus ausgebeutet werden können.

Wir widersprechen dieser Logik. Wir teilen Menschen nicht nach Geschlecht oder Herkunft ein und fallen nicht auf Rassismus als Herrschaftsinstrument herein. Dadurch, dass Menschen sich selbst nach der Herkunft einteilen und somit Feindbilder konstruieren, tun sie nur den Herrschenden einen Gefallen. Anstatt dem Sklavenhalter die Peitsche aus der Hand zu reißen und gemeinsam mit anderen Ausgebeuteten und Ausgestoßenen den Aufstand zu wagen, schlagen die Rassist*Innen und Faschist*Innen lieber auf die anderen Sklaven ein. Sie reden von Freiheit und meinen damit nur ihr eigenes Volk, in dem Unwissen, dass Freiheit kein Privileg ist, welches nur bestimmten Menschen zusteht. Freiheit ist ein Zustand der nur erreicht werden kann, wenn wir alle frei sind. Dazu brauchen wir keine Volkskonstrukte, Grenzen und erst recht keinen Gedanken von einem Europa – ob vereint oder in Nationalstaaterei getrennt. Wir brauchen dazu uns, die, die ausgebeutet werden und endlich genügend Mut gegen die Herrschenden aufzustehen, anstatt auch noch weiterhin auf die Hetze von anderen Autoritäten reinzufallen.

Wir rufen alle auf, am 2. Juli, um 9 Uhr nach Schwarzenbek zu kommen, um dafür zu Sorgen, dass die Faschist*Innen der AfD nicht auf Rattenfang gehen können.

Rassist*Innen angreifen! Für die Anarchie!

Der genaue Ort ist noch nicht bekannt. Wir gehen aber davon aus, dass der Infostand auf dem Ritter-Wulf-Platz stattfinden wird. Ansonsten ist Schwarzenbek nicht groß und für einen Spaziergang geeignet.


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