Escheburg
Brandanschlag auf Asylbewerberheim
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 10. Februar 2015 veröffentlicht in Antifaschismus und Escheburg.

Am Montagmittag (09.02.2015) wurde im schleswig-holsteinischen Escheburg in der Metropolregion Hamburg ein Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft verübt. Eigentlich sollten diese Woche Flüchtlinge in das Haus einziehen. Schon Anfang Januar gab es in Grabau bei Bad Oldesloe einen Anschlag mit einer Rauchbombe auf eine Asylbewerberunterkunft.

Auch in weiteren Orten Schleswig-Holsteins kommt es zu rassistischer Stimmungsmache und zu rassitisch motivierten Angriffen. Vergessen wir nicht den Anschlag auf die Jüdische Gemeinde in Pinneberg (2013) und den Überfall auf Landesgeschäftsstelle der Sinti und Roma in Kiel (2014). Auch die rassistischen Töne von NPD und AfD im Europa-Wahlkampf. Auch unabhängig von Wahlen kommt es zu rassistischer Stimmungsmache, so wurden im Oktober (2014) in Wedel (Kreis Pinneberg) fremdenfeindliche Flugblätter verteilt, auf einer Veranstaltung der AfD behauptete Dirk Helms (jetzt ehem. AfD-Mitglied) im nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau hätten die Alliierten erst nach der Befreiung Gaskammern errichtet und Burghard Schalhorn von der KWGP möchte keine „Armutszuwanderung vom Balkan und aus Teilen Afrikas“.

Für den Kreis Herzogtum Lauenburg ist es nicht der erste rassistisch motivierte Brandanschlag, allen bekannt sollte der mörderische Brandanschlag von Mölln (1992) sein, bei dem Anschlag wurden Bahide, Ayse und Yelz Arslan getötet. Zwei weitere Anschläge gab es 2008 auf ein Auto und 2009 auf ein Restaurant in Schwarzenbek.

Presseberichte zum Brandanschlag: NDR: 1, KN-Online: 1, SHZ: 1, Bergedorfer-Zeitung: 1, Welt: 1, LN-Online: 1

Quelle: Antifa Pinneberg


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