Geflüchtete
Kurzer Überblick über die Bürger*Innen-Infoveranstaltung
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 29. September 2015 veröffentlicht in Antifaschismus und Schwarzenbek

Das Interesse an der gestrigen Infoveranstaltung zur Unterbringung der bald ankommenden Geflüchteten war so groß, dass der Festsaal des schwarzenbeker Rathauses komplett gefüllt war. Unter den Anwesenden befanden sich auch zwei Neonazis und mehrere Rassist*Innen. Vor dem Rathaus betranken sich nebenbei noch drei weitere Neonazis.

Eine der ersten Fragen kam von einer Frau, die Angst davor hat, dass die Geflüchteten ihren Gartenzaun einreißen und auf ihr Grundstück kommen und somit ihren Grundstückswert mindern würden. Ihre Angst hat sie weltfremd dadurch begründet, dass Menschen aus Syrien ja eine ganz andere Kultur und Mentalität besitzen. Darauf folgte lautes zustimmendes Gemurmel und Applaus und einer der Nazis rief „Das ist ja auch ihr Haus! Nicht das der Fremden!“.

Auf diese Frage folgten noch mehrere eindeutig rassistische Fragen. Insbesondere von einem Mann der mehrmals zu erklären versuchte, warum Flüchtlinge keine Flüchtlinge seien und sie sich in Deutschland niemals integrieren könnten. Weil in Syrien „herrsche Anarchie“, das Recht des Stärkeren gelte und dieses Verhalten bringen die mit. Wieder folgte Applaus.

Den Höhepunkt stellte eine gänzlich hysterische Frau dar, die sich über den sozialen Brennpunkt in dem Wohngebiet der geplanten Unterkunft beschwerte. Sie beschwerte sich über den Dreck und fragte, ob die Stadt geplant hat mit den Flüchtlingen aus dem Viertel ein Ghetto zu machen.

Als zum Schluss hin die Frage gestellt wurde, wie denn der Schutz für die Flüchtlinge vor Neonazis gewährleistet werden soll, fingen die Neonazis an laut zu lachen.


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