Escheburg
Kein ruhiges Hinterland für Rassist_innen!
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 18. Februar 2015 veröffentlicht in Antifaschismus und Escheburg.


Kundgebung in Escheburg

Unter dem Motto „Rassismus tötet – Dem rassistischen Mob entgegentreten“ fanden sich heute anlässlich des Brandanschlages auf eine Asylunterkunft am Montagmittag, den 09.02.2015 knapp 150 solidarische und antifaschistische Menschen zu einer Kundgebung in Escheburg ein.

Bereits vor Beginn der Kundgebung versuchten weitaus über 150 zu diesem Anlass eingesetzte Bullen durch mehrere repressive Maßnahmen gezielt einzelnen Gruppen die Anreise nach Escheburg zu erschweren. Mit fadenscheinigen Beweggründen wurden einzelne Menschen gezielt durchsucht und dabei völlig willkürlich mehrere Platzverweise ausgestellt. Bereits zu Beginn der Kundgebung versuchte der diensthabende Einsatzleiter Holger Meinke, von der Polizeidirektion Ratzeburg, den angemeldeten Kundgebungsort zu verbieten, sowie das Verteilen von Flugblättern und somit auch den Kontakt zu Anwohner_innen des anliegenden Neubaugebietes zu unterbinden.

Dennoch hinderten uns all jene Schikanen im Vorfelde nicht daran, unser Recht auf Protest gegen rassistische Zustände in Escheburg – und überall sonst – wahrzunehmen. Mit fünf Redebeiträgen wurde entschlossen und vehement auf die Situation vor Ort hingewiesen, die am Rand stehenden Anwohner_innen wurden angesprochen und natürlich wurden dann auch die Flugblätter verteilt.

Nach Ende der knapp zweistündigen Kundgebung, wurde ebenfalls noch einmal entschlossen und lautstark durch eine Spontandemonstration unsere Solidarität für Geflüchtete in den Ort hinein getragen.

Solange Menschen rassistische Hetze betreiben, Wohnhäuser angreifen und anzünden, werden wir dagegen kämpfen, die Betroffenen unterstützen und den Täter_innen zeigen, was wir von ihnen halten. Solange Menschen weiter stumpf rassistische Klischees bedienen, sich an der Hetze beteiligen oder sich auch nur im Stillen über die Angriffe erfreuen, werden wir da sein, dagegen vorgehen und dem rassistischen Mob keine Gelegenheit dazu geben, sich formieren zu können.

Refugees Welcome.

Antifaschistische Koordination Lübeck
Antifa Herzogtum Lauenburg

Quelle: Indymedia Linksunten


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