Schwarzenbek
Eure Heuchelei trieft vor Blut! II
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 26. März 2015 veröffentlicht in Antifaschismus, Anarchie und Schwarzenbek.

Bereits letzte Woche haben wir schriftlich auf den Kommentar der schwarzenbeker Bürgermeisterin im Schwarzenbeker Anzeiger reagiert. Dort hieß es noch, dass „mögliche Plakatierungen mit fremdenfeindlichen Hintergrund“ geschehen sein könnten.

Diese Woche, in der Ausgage vom 25. März des Schwarzenbeker Anzeigers, steht erneut etwas zu den Plakatierungen. Die Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig behauptet, dass ein Teil ihres vorigen „Berichtes“ verschwunden sei und holt dann ihre offensichtlich erst neugeschriebene Ergänzung nach. Plötzlich heißt es, dass in den letzten Wochen Plakate mit fremdenfeindlichen Hintergrund aufgetaucht seien und sie alle Bürger_Innen dazu aufruft, das Geschehen zu beobachten und brennend an Informationen interessiert sei. Ebenso, dass die Bürger_Innen Verantwortung für „unsere“ Stadt übernehmen sollen.

Mit diesem Artikel unterstreicht sie nur noch mehr ihre, schon letzte Woche bestehende Heuchelei. Wir fragen uns nicht wirklich wieso jetzt auf einmal das Interesse der Politik kommt. Das Naziproblem in Schwarzenbek ist mittlerweile so groß, dass es nicht einmal mehr von kurzsichtigen Politiker_Innen ignoriert werden kann. Allerdings fragen wir uns ernsthaft, ob die Bürgermeisterin jetzt wirklich der Ansicht ist, nicht mehr mitverantwortlich dafür zu sein, wenn Nazis wieder zuschlagen. Schließlich wurde bereits 2013 auf ein aufkeimendes Naziproblem hingewiesen 1. Die Bürgermeisterin tut nichts anderes, als das was jede_r andere Politiker_In macht. Wähler_Innen suchen.

Auch fand sich in dieser Ausgabe ein Artikel über „Kriminalität in Schwarzenbek“. Laut Polizeichef Ernst Jenner sind die Sachbeschädigungen von 131 auf 161 Fälle gestiegen und begründet es mit einem von „links- und rechtsradikalen Jugendlichen ausgetragenen Parolenkrieg“. Nebenbei erwähnt er noch, dass die befeindeten Gruppen doch lieber die Propaganda der anderen entfernen sollten. Ein glänzendes Abbild akribischer Polizeiarbeit, die nicht einmal mitbekommen haben will, dass das bereits mehrfach in größeren Rahmen gemacht wurde. Wenn so weiter gemacht wird, wird die Aufklärungsquote für dieses Jahr vielleicht noch die 50,1% unterbieten. Wir drücken euch die Daumen.

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