Für ein anarchistisches Zentrum!
Fortsetzung der Kampagne
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 06. Dezember 2012 veröffentlicht in Freiräume und Anarchie.

Die im letzten Jahr gestartete Kampagne „Für ein anarchistisches Zentrum“, wird heute wieder von uns ins Leben zurück gerufen. Die Zustände in Schwarzenbek und im Kreis Hzgt. Lauenburg haben sich immer noch nicht geändert und auch fehlt es weiterhin an alternativer Kultur und an Freiräumen. Mit dem Start der Kampagne wurde auch der sich im Umbau befindenden ehemaligen ALDI-Markt an der Buschkoppel scheinbesetzt. Auch wurde am Dach des Rathauses ein Transparent mit der Aufschrift „Herrschaft zerschlagen – Stadt selbst gestalten“ angebracht. Kurz danach gab es auch den ersten Infotisch, nach welchem die Kampagne aus den Augen verloren wurde.

Seit dem ersten Start der Kampagne hat sich der Leerstand enorm vergrößert und auch die Spekulation ist weiterhin geblieben. Der städtische Jugendtreff, welcher im Sommer in Räumlichkeiten der Compeschule umziehen musste, steht weiterhin leer. Die bisher gefundenen Interessent_Innen sind entweder abgesprungen oder sind sich noch nicht mit der Stadt einig, was nun gebaut wird. Die Stadtkämmerin Ute Borchers-Selig und auch der Bürgermeister Frank Rupert sagten, dass die Stadt lebens- und liebenswert sein sollte. Wie für sie so eine Stadt auszusehen hat, haben sie mit dem Wunsch und der Befürwortung eines Einkaufszentrums gezeigt. Für sie steht fest, dass lebens- und liebenswert in Verbindung mit Konsum und Profit stehen. Der ehemalige Jugendtreff und der sich daneben befindende Kaiserhof sollen für das Einkaufszentrum abgerissen werden. Auch ist es noch unklar, was in den ehemaligen Kulturraum des Amtsrichterhaus kommen soll. Die Stadt wird nicht nur durch kleinere Leerstände geprägt, sondern wie eben erwähnt, auch durch große Gebäude.

Die Zustände haben mittlerweile auch die Aufmerksamkeit der Lokalpolitik bekommen. Die SPD z.B. mit ihrem ehemaligen „Super-Polizisten“, welcher nun „Super-Politiker“ ist, als Vorstand, versucht den Leerstand bei ihren Stammtischen zu thematisieren. Die SPD, zusammen mit ihrem Konrad Freiberg, kritisieren zwar auch den Leerstand, allerdings auf anderer Ebene als wir. Wir sehen das Problem nicht darin, dass keine Interessent_Innen gefunden werden, sondern, dass es eine profit-orientiere Stadtgestaltung ist. Anders als die SPD sind wir der Meinung, dass dieses Problem nicht auf reformistischer und staatlicher Basis gelöst werden kann. Vielmehr würde es gelöst werden, wenn die Stadt nicht regiert werden würde, sondern von den Menschen geformt und belebt wird.

An dieser Stelle kommt unsere Kampagne ins Spiel. Mit ihr wollen wir einerseits die Fremdbestimmung der Lokalpolitik kritisieren und andererseits wollen wir eine Möglichkeit bieten, an denen Menschen sich innerhalb der Kampagne beteiligen können. Außerdem wollen wir mit ihr die Chance wahrnehmen, selbst zu handeln, Freiräume zu schaffen und uns auch autonom und aktiv an der Stadtgestaltung zu beteiligen.

Für eine lebens- und liebenswerte Stadtgestaltung!


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