Morddrohungen durch Nazis
Für einen konsequenten Antifaschismus!
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 20. Januar 2012 veröffentlicht in Repression, Antifaschismus und Ratzeburg.

Die Geschehnisse am Freitag den 13. Januar 2012 [1, 2] sind nur eines der vielen Beispiele, für Naziaktivitäten im Kreis Hzgt. Lauenburg. Traurigerweise haben sie erst jetzt, als öffentlich-bekannte Menschen betroffen sind, für genug Aufmerksamkeit im bürgerlichen Spektrum gesorgt, so dass die Menschen anfangen sich mehr Gedanken zu machen. Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen, wollen aber dennoch das Wegschauen der Meisten kritisieren und anprangern. Und äußern, dass wir es bedauernswert finden, dass andere Betroffene kaum bis gar keine Solidarität erhielten/erhalten.

Die momentane Situation gibt uns auch die Gelegenheit etwas über die Staatsmacht zu schreiben: Die Polizei ist keinesfalls „Freund und Helfer“, auch wenn versucht wird dieses Image aufrecht zu erhalten, z.B. durch das Durchsuchen der Räume potentieller Neonazis. 3 Aktionen wie die vom 13.01. erreichen großen medialen Wirbel und können somit nicht länger verschwiegen werden. Weshalb es dann zu solchen repressiven Maßnahmen gegen Faschist_Innen kommt. Nicht gegen den Faschismus, sondern gegen das schlechte Image.

Es kommt leider nicht selten vor, dass auch Menschen die sich klar gegen Faschismus positionieren vom Staat und der Polizei kriminalisiert und ganz schnell als „Linksextremist“ bezeichnet werden. Mit dem Schlagwort „Extremist“ hat der Staat es leicht seine politischen Gegner_Innen zu diffamieren. Wie gut das klappt, kann man an sogenannten „Demokratiefördernden Projekten“ sehen, in denen auch versucht wird den „Linksextremismus“ zu beseitigen. Somit werden die Aktivitäten von linksorientierten/anarchistischen Menschen mit denen der Neonazis gleichgesetzt.

Schon öfters mussten sich Antifaschist_Innen beim blockieren eines Naziaufmarsches, im Polizeikessel oder im Fadenkreuz der willkürlichen Kriminalisierung wiederfinden, weil sie aktiv und konsequent gegen Faschist_Innen vorgegangen sind.

Nur ein konsequent gelebter und revolutionärer Antifaschismus kann und wird gegen den Faschismus ankommen können. Nicht aber der Staat oder seine willkürlich handelnden Repressionsorgane, die alles und jeden treffen können.

  1. Lübecker Nachrichten: Rechter Mordaufruf: Ermittlungen in Ratzeburg [zurück]
  2. Lübecker Nachrichten: Nazi-Parolen sorgen für Empörung in der Kreisstadt [zurück]
  3. Lübecker Nachrichten: Rechte Schmierereien in Ratzeburg: Polizei durchsucht Wohnung [zurück]


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