Schwarzenbek
King Konny wirft die Krone hin
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 13. August 2015 veröffentlicht in Antifaschismus, Anarchie und Schwarzenbek.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hat Konrad Freiberg endlich sein Mandat als Stadtverordneter abgegeben (Auf Grund persönlicher und gesundheitlicher Gründe). Als Konny vor vier Jahren, nach Ende seiner Funktion als Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, nach Schwarzenbek kam, war sein Name in aller Munde. Die Presse berichtete wiederholt über ihn – Der „Super-Bulle“ sei bereit Politik in seiner ehemaligen Heimatstadt zu machen. Selbst in den banalsten Zeitungsartikeln tauchte er auf. Z.B. in einem Artikel über die Neueröffnung eines Cafés am Markt wurde erwähnt, dass auch Konny dort einen Kaffee getrunken hat.

Es dauerte nicht lang, da hat Konny sich schnell hoch „gekämpft“. Er wurde Vorsitzender des Ortsvereins der SPD in Schwarzenbek und auch kurz danach wurde er Bürgervorsteher. Konny hatte es geschafft, er ist zum kleinen König in Schwarzenbek aufgestiegen. Zu jedem Thema wusste er etwas zu sagen und oft wurden Texte, die das Naziproblem in der Umgebung thematisieren, mit Zitaten von ihm eingeleitet.

Bei der Bürgermeister_Innenwahl unterstützte er den eher linksgerichteten Christian Carstensen, welcher schon während seinen Wahlkampf keine Sympathien bei Nazis einholen konnte. Die Wahl konnte dann aber letztlich für Ute Borchers-Seelig entscheiden werden. Das passte Konny nicht. Gerüchte gingen um, dass er alle seine Ämter abgeben würde, sollte Carstensen nicht zum Bürgermeister gewählt werden. Frei nach dem Verhalten: „Spielt so wie ich es will, oder ich spiel nicht mehr mit!“

Die Macht des Königs schwand weiter, langsam aber kontinuierlich. Dann bekamen die Nazis auch noch Lust aktiver und offensichtlicher in der Stadt aufzutreten. Sie beklebten mehrmals die halbe Stadt, griffen Anarchist*Innen und Antifaschist*Innen an und haben aufgedeckt, was schon lange inmitten des Kleinstadtidylls lauerte. Er versuchte es zu leugnen, dass es Angriffe von Nazis gab, er bemühte sich das Image zu bewahren.

Immer öfters wurde er, zum Teil sogar persönlich, damit konfrontiert, dass hier eine Gruppe Neonazis ihr Unwesen treibt. Er wollte es nicht hören, nicht wahrhaben, nicht akzeptieren.

Der König ist gefallen, wer wird wohl der nächste sein?


2 Kommentare zu „King Konny wirft die Krone hin“


  1. 1 Administrator 14. August 2015 um 10:42 Uhr

    Politik, egal ob auf dem Dorf oder im Bundestag, ist immer ein Instrument der Herrschaft. Wir differenzieren da nicht sonderlich, ob es nun ein unbedeutender Freiberg oder eine „wichtige“ Merkel ist. Beide haben unseren Hass sicher.

    Ältere Beiträge auf diesem Blog zeigen, wie sehr Freiberg damit bemüht war, das Naziproblem unter den Tisch zu kehren. Als er, gemeinsam mit der restlichen Stadtvertretung, in Einwohner*Innenfragestunden darauf angesprochen wurde, kamen verschiedene Reaktionen von Spott, bis Ignoranz. Ein Mensch der Neonazistrukturen verschweigt und Angriffe von ihnen als Lügen hinstellt, hat keinerlei Rücksicht verdient und ist somit ein klarer Teil des Problems.

    Und die Bezeichnung „König“ hat er nicht auf Grund seiner Macht verliehen bekommen, sondern, weil er sich als Obermacker aufspielt, widerwärtige Imagearbeit für eine angeblich „Weltoffene“ Kleinstadt macht und in seiner eigenen kleinen Traumwelt lebt.

    Es mag vielleicht nicht viel bis gar nichts verändern, dass Konny „weg“ ist und schon gar nicht werden Menschen außerhalb von Schwarzenbek damit was anfangen können. Aber wir können nur aus ganzem Herzen unsere Freude darüber aussprechen, dass ein Mensch sein Mandat niedergelegt hat, der mehr Bullen und mehr Kontrollen will und früher selbst mal Bulle war.

  2. 2 Jesus Christus 14. August 2015 um 8:33 Uhr

    Alter Falter,
    Ihr schreibt ja als ob das hier sonstwas wäre .. Das ist Dorfpolitik. nichts weiter!
    Kämpft lieber weiter gegen Nazis! Solche Beiträge sind doch mehr als lächerlich.. Oder hat euch Freiberg persönlich angegriffen?

Kommentar hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− vier = zwei