Selbstverständnis der anarchistischen Gruppe Schwarzenbek

Wir sind ein loser Zusammenschluss Anarchist_Innen und gründeten die „anarchistische Gruppe Schwarzenbek“, um unabhängig und von unten Kritik an dem Bestehenden zu äußern.

Wir sehen uns als Gegner_Innen jeden Staates, jeder Autorität und jeder Form von Unterdrückung und Ausbeutung. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die bestehenden Verhältnisse offen zu kritisieren, ungesehenes in ihnen aufzudecken und letztendlich sie zu überwinden. Konkret heißt das, dass wir Unterdrückungsmechanismen wie z.B. Sexismus, Autoritarismus, Rassismus oder Tierausbeutung aufdecken, hinterfragen, bekämpfen und Alternativen aufzeigen werden. Ebenso werden wir die Reproduzierung von Unterdrückung in der Gesellschaft aufdecken und möglichst zur Abschaffen dieser anregen.

Warum wir das alles wollen und tun bleibt natürlich auch nicht unbeantwortet.

Wir haben kein Bock mehr auf ein Leben (falls man es überhaupt Leben nennen kann) in Gefangenschaft und Normierung dessen. Unsere aller Leben sind vorbestimmt und in Fesseln gelegt. Das fängt früh an, schon ab der Geburt sind wir Teil der kapitalistischen Verwertungsgesellschaft. Wir sind kein Individuum, wir sind eine Ware die der Aufrechterhaltung der Marktwirtschaft zu dienen hat. Wir werden von unseren Eltern (oder von denen wir sonst erzogen werden) sozialisiert und an die Gesellschaft angepasst. Uns werden Höflichkeitsfloskeln beigebracht, werden in Geschlechterrollen gezwängt und müssen in der Schule gute Noten mit nach Hause bringen. Hat man schon da keine Lust auf den Leistungszwang und schwänzt die Schule und/oder kommt mit schlechten Noten nach Hause, dann hört man von den Lehrer_Innen und Eltern, dass wir unsere Leben versauen oder ob wir wollen, dass „nichts“ aus uns wird. Wir werden von klein auf nur nach unseren Leistungen in dieser Verwertungslogik bewertet. Haben wir einen Nutzen für dieses System und dessen Aufrechterhaltung, dann erfahren wir Lob und Belohnung – Haben wir keinen oder nur einen kleinen Nutzen, dann werden wir bestraft oder dazu getrieben uns mehr anzustrengen. Haben wir dann irgendwann eine Arbeit, dann müssen wir dort kriechen: Vor dem_der Chef_In. Wir müssen früh morgens aufstehen und kommen oftmals erst spät nach Hause. Das Ganze läuft dann bis zur Rente. Wir verpassen die schönsten Momente und wir verpassen unsere Leben. Freies Denken wird in diesem Weg fast komplett ausgelöscht, nachdem der Lehrstoff oder die Arbeit in unsere Köpfe rein gehämmert wurden, werden wir noch mit angeblichen Freiheiten manipuliert. Wir können unseren Urlaub mit Billigflügen, unser Essen mit Billigprodukten und unsere Kleidung mit Kinderarbeit ermöglichen. Wir können aus unzähligen Sendern im Fernsehen aussuchen, welcher uns dann Verblöden darf. Aber das sind keine Freiheiten. Das ist lediglich die Freiheit zu entscheiden, wie man unterdrückt und eingesperrt wird.

Wir erwarten mehr von unserem Leben! Gerade deswegen ist es unser Ziel das Bestehende zu bekämpfen und letztendlich Teil des Umsturzes zu sein!

Für ein Leben in Liebe und Freiheit! Für die Anarchie!