Für ein anarchistisches Zentrum!
Transpiaktion am Rathaus
Von anarchistische Gruppe Schwarzenbek am 23. November 2011 veröffentlicht in Freiräume, Aktionsberichte und Schwarzenbek.


Transparent am schwarzenbeker Rathaus

In der Nacht vom 22.11. auf dem 23.11. brachten wir am schwarzenbeker Rathaus ein Transparent mit der Aufschrift „Herrschaft zerschlagen – Stadt selbst gestalten“ an.

Wir kritisieren damit die verfehlte Stadtpolitik Schwarzenbeks. Die Regierung musste sich eingestehen, dass die Stadt zu hoch verschuldet ist (mittlerweile 46,5 Mio. Euro) und nirgendwo mehr Kürzungen möglich sind. Die einzige Hoffnung der Stadt besteht darin, weitere Konsumtempel zu erschaffen, damit sie mit der Gewerbesteuer aus den roten Zahlen raus kommt. Auch hoffen sie, dass die Großinvestor_Innen ihr Handelsimperium in Schwarzenbek errichten werden. Was nur noch mehr dazu führen wird, dass Schwarzenbek ein Hort des Kapitalismus wird, und dadurch immer kulturfeindlicher wird. Wie schon öfters erwähnt, fehlt der Stadt auch das Geld um den Jugendtreff weiterhin zu finanzieren bzw. ihn sanieren zu lassen. Stattdessen will die Stadt den Jugendtreff schließen lassen und in die Compeschule umsiedeln. Auch in der Compeschule wird es nicht zu einem freien Jugend- und Kulturzentrum, sondern wieder zu einem Platz an dem die Fremdbestimmung diktiert. Wir fordern ein Zentrum, welches von den Benutzer_Innen aller Altersgruppen selbstverwaltet wird; welches frei von Sexismus, Rassismus, Nationalismus und anderen Herrschaftsformen ist und welches Raum und Möglichkeiten bietet: Sich selbst, frei von Autorität, Kontrollen und Druck, zu entfalten und weiter zu entwickeln.

Um die neue Stadtkämmerin Ute Borchers-Seelig zu zitieren: „Eine Stadt darf aber nicht kaputtgespart werden sondern muss lebens- und liebenswert bleiben, um auch für junge Leute und Familien attraktiv zu sein.“ Ute Borchers-Seelig suggeriert damit, dass die Stadt Schwarzenbek bereits lebens- und liebenswert sei, was jedoch gar nicht oder nur ansatzweise stimmt. Es fehlen kulturelle und alternative Freiräume für Jugendliche und Erwachsene, es fehlen Möglichkeiten die Stadt selbst mitzugestalten. Die Einsetzung einer neuen Stadtkämmerin wird das Problem evtl. auf kapitaler Ebene lösen können, durch weitere Einsparungen oder durch einen Boom in den Einnahmen der Gewerbesteuer. Evtl. wird sie es auch schaffen, dass genug finanzielle Mittel eingespart werden können, um den Jugendtreff am momentanen Standort halten zu können. (Falls dies überhaupt zu ihren Interessen gehört.) Selbst wenn der Jugendtreff saniert wird und dort bleiben kann, bleibt die Jugentreff-Verwaltung immer noch städtisch und nicht selbstverwaltet.

Wir lehnen die Fremdbestimmung durch die Stadt und den Staat ab. Stattdessen kämpfen wir für die Möglichkeit für Selbstbestimmung der Menschen die in und um Schwarzenbek leben. Deren Umsetzung fordern wir nicht von der Stadt, ebenso wenig sehen wir uns dazu bereit, mit der Stadt zu kooperieren. Vielmehr sehen wir es als Notwendigkeit, die Autorität der Stadt zu unterwandern und anzufangen die Stadt selbst mit Kreativität und Entschlossenheit mitzugestalten.

Jeder Mensch kann seinen Teil dazu beitragen!

Noch heute: Herrschaft zerschlagen! Stadt selbst gestalten!

Für ein anarchistisches Zentrum in Schwarzenbek!


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